Ausbau regionaler Ausbildungsstrukturen in zukunftsfähigen Branchen des Wirtschaftsstandortes Sachsen (ARA)
Die Sächsische Bildungsgesellschaft für Umweltschutz- und Chemieberufe Dresden mbH (SBG) arbeitet in einem Projekt der Programminitiative "JOBSTARTER - für die Zukunft ausbilden" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Ziel dieser Initiative ist es, die Berufliche Bildung durch innovative Lösungen und gezielte Dienstleistungsangebote qualitativ zu verbessern.
Dieses Projekt, das die nächsten drei Jahre durch die SBG bearbeitet wird, befasst sich mit der Entwicklung einer durchlässigen Struktur zwischen vollzeitschulischer, dualer und akademischer Ausbildung für die Biotechnologie. Dadurch können regionale Ausbildungsstrukturen entwickelt, das duale System an eine sich permanent ändernde Arbeitswelt angepasst und die Anschlussfähigkeit von Berufsabschlüssen gewährleistet werden.
Neben der Analyse der Ausbildungs- und Studienpläne, Expertenbefragungen und Arbeitsplatzanalysen sowie der Auswertung von Daten aus der Biowirtschaft werden auch Leistungsangebote für das externe Ausbildungsmanagement erstellt. Von diesem Projekt werden vor allem klein- und mittelständische sowie Start – Up – Unternehmen profitieren.
Zu dieser komplexen Thematik fand im September ein Workshop zum Thema: „Durchlässigkeit gestalten: Wege zwischen dualer, vollzeitschulischer und akademischer Ausbildung“ statt. An dieser Veranstaltung nahmen Wirtschaftsakteure, Berufsbildungsexperten aus Politik und Forschung sowie Vertreter von verschiedenen Bildungseinrichtungen teil und diskutierten über die Potenziale und Anforderungen an ein modernes Bildungssystem zur Sicherung des Fachkräftebedarfs in zukunftsorientierten Unternehmen. Für die Bildungsakteure besonders beeindruckend war der Vortrag von Dr. Michael Wallmeyer, Vorsitzender des Landesverbandes Nordost der Deutschen Industrievereinigung Biotechnologie, der über Entwicklungstrends in der Biotechnologie sowie über biotechnologisch beeinflusste Wachstumsbranchen in Ostdeutschland sprach. Weitere interessante Beiträge wurden zu den Themen „Durchlässigkeit zwischen vollzeitschulischer und dualer Bildung als Perspektive für die Fachkräfteentwicklung", der “Notwendigkeit der Durchlässigkeit im Bildungssystem“ sowie der „Wechselwirkungen von Nachfrage und Angebot zwischen beruflicher und hochschulischer Bildung“ gehalten. Diese Informationen waren für die Wirtschaftsunternehmen hilfreich und attraktiv.
Große Zielstellung des Projektes ist die Schaffung von 45 zusätzlichen Ausbildungsplätzen. Um dieses ebenso erreichen zu können, wie auch die Durchlässigkeit der Bildung in der Biotechnologie bedarfsgerecht für die Unternehmen bearbeiten zu können, freuen sich die Projektmitarbeiter auf eine sehr kooperative Zusammenarbeit mit den Unternehmen.