BMBF fördert Stammzellforschung: 12 Millionen Euro für Projekte mit führenden US-Instituten
Die regenerative Medizin entwickelt sich immer mehr zu einem Hoffnungsträger für die Medizin. Um Leiden wie neurodegenerative Erkrankungen, Diabetes oder Krebs zu bekämpfen, erforschen und nutzen Wissenschaftler schon seit langem das Potenzial von Stammzellen. Sie können die Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren oder die Züchtung von Gewebe außerhalb des Körpers ermöglichen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt nun die Kooperation deutscher Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit Kolleginnen und Kollegen herausragender kalifornischer Forschungseinrichtungen auf dem Gebiet der Stammzellforschung mit insgesamt bis zu 12 Millionen Euro. Die deutschen Forscher können sich seit diesem Jahr an Ausschreibungen des kalifornischen Instituts für Regenerative Medizin (CIRM) beteiligen, einer auf Stammzellforschung spezialisierten Einrichtung zur Forschungsförderung. Im Rahmen von deutsch-amerikanischen Projekten sollen vielversprechende Ergebnisse der grundlegenden Stammzellforschung für eine medizinische Anwendung weiterentwickelt werden.
"Gerade in einem so dynamischen Forschungsfeld wie der Stammzellforschung ist der internationale Austausch von entscheidender Bedeutung, damit wissenschaftlicher Fortschritt gelingt und die Forschungsergebnisse schnell in den Markt kommen", sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan anlässlich der Auswahl der ersten deutsch-amerikanischen Projektteams. "Wir müssen weltweit die besten Forscherinnen und Forscher zusammenbringen, damit die Therapie mit Stammzellen nicht länger nur Wunschdenken bleibt", so Schavan.
Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung, Pressemitteilung 202/2010
