Biotech Netzwerk Sachsen

18.01.2011

BMBF veröffentlicht Gesundheits-forschungsprogramm 2011

Mit dem Rahmenprogramm Gesundheitsforschung richtet die Bundesregierung ihre Förderung der medizinischen Forschung neu aus. Der Schwerpunkt liegt künftig auf der Erforschung besonders häufiger Krankheiten und der Vernetzung von Wissenschaft und Praxis. Forschungsergebnisse sollen so schneller zu Verbesserungen für die Patienten führen.

Das "Rahmenprogramm Gesundheitsforschung" stellt die Basis für die Ausrichtung der medizinischen Forschung in den kommenden Jahren dar. Das Programm gibt den Rahmen für die Förderung der Gesundheitsforschung an Hochschulen, Universitätskliniken und außeruniversitären durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung vor. Es hat eine achtjährige Laufzeit.

Ein Leitgedanke des gemeinsamen Rahmenprogramms des Bundesforschungsministeriums (BMBF) und des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) ist es, Forschungsergebnisse noch schneller aus der Grundlagen- und der klinischen Forschung in die medizinische Regelversorgung und damit zu den Patientinnen und Patienten zu bringen. Dieser als Translation bezeichnete Prozess wird durch das neue Programm beschleunigt.

Eine herausgehobene Stellung kommt der Erforschung der großen Volkskrankheiten zu – es besteht große Hoffnung, durch Forschung neue Ansätze für Prävention und Behandlung zu eröffnen. Um dies zu ermöglichen, baut die Bundesregierung zu sechs Volkskrankheiten Deutsche Zentren der Gesundheitsforschung auf. Mit der Errichtung der Deutschen Zentren werden die bisherigen Grenzen des Wissenschaftssystems überwunden, da die jeweils besten Forschungsgruppen aus Hochschulmedizin und außeruniversitären Forschungseinrichtungen zusammen gebracht werden. Dies gibt wichtige Impulse zur Mobilisierung von Innovationspotenzial und zur Zusammenführung der fragmentierten medizinischen Forschungslandschaft.

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