Erstmals Heilung einer erblichen Blutkrankheit durch Gentherapie
Wie der Spiegel am 15.9.10. in seiner Online-Ausgabe berichtete, ist es einem internationalen Forscherteam erstmals gelungen, ein defektes Gen eines 19jährigen Patienten zu reparieren. Dennoch berge das Verfahren weiterhin große Risiken, so die Forscher in der amerikanischen Fachzeitschrift „Nature“.
Auszug aus spiegel-online vom 15.9.10.:
„Die Gentherapie hat einem jungen Mann das Leben lebenswerter und leichter gemacht – vorerst zumindest. 33 Monate verfolgten Ärzte und Mediziner den Zustand des Patienten T. ständig. Regelmäßig musste der 19-Jährige zur Blutabnahme, unzählige Blutwerte sind jetzt im Fachblatt "Nature" nachzulesen.
Seit seinem dritten Lebensjahr musste T., wie alle Patienten mit dieser Krankheit, immer und immer wieder in die Klinik. Alle paar Wochen unterzog er sich einer mehrstündigen Bluttransfusion. Mit sechs Jahren wurde ihm die Milz entfernt. Sein Körper bildet nicht genügend Blutfarbstoff. Durch die vielen Transfusionen kommt es nach und nach zu einem Eisenüberschuss, der für Organe wie die Leber giftig sein kann – doch ohne sie würde T. kaum älter als 20 Jahre werden. Heilen könnte ihn eine Stammzelltransplantation, einen passenden Spender hat man aber bisher nicht finden können. Und so stimmte T. der experimentellen Gentherapie zu.“
Quelle: www.spiegel-online.de