Forscher wollen völlig neue Art der Operationsmikroskopie entwickeln
Auszug aus der Pressemitteilung der TU Dresden vom 27.08.2010
Hirnchirurgen sollen so künftig während des Eingriffs gesundes von krankhaftem Gewebe genau unterscheiden können
Im Rahmen eines vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 1,2 Millionen Euro geförderten Projektes wollen Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus in Zusammenarbeit mit fünf weiteren Forschungseinrichtungen in Deutschland ein neues Mikroskopier-Verfahren für die Medizin nutzbar machen. Mit dem CARS-Verfahren soll weltweit erstmals eine optische molekulare Bildgebung live während einer Operation möglich werden. CARS steht für „Coherent Antistokes Raman Spektroskopie“ und erlaubt das Klassifizieren von Geweben bis hin zu einzelnen Zellen ohne Kontrastmittel und ohne biochemische Marker allein auf Grundlage der molekularen und biochemischen Zusammensetzung der Zellen. Was bisher an Proben außerhalb des Körpers zum Einsatz kam, soll durch die Dresdner Forschungen beispielsweise Hirnchirurgen ein genaues Identifizieren von Tumorgewebe und -zellen in Echtzeit während des Eingriffs ermöglichen. Das verspricht eine optimierte Therapie, deutlich verbesserte Prognosen für die Patienten sowie die Einsparung von Kosten. Schließlich wird dieses Verfahren auch in der Histopathologie zu einer schnelleren Bewertung des Gewebes führen und zugleich Kontrastmittel überflüssig machen.
Quelle: TU Dresden
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