Biotech Netzwerk Sachsen

02.09.2010

Fraunhofer IZI und Universität Leipzig: Förderung für Diagnostik-Plattform zur Frühdiagnose von Lungenkrebs

Die Früherkennung von Lungenkarzinomen, die für eine umfassende Heilung sehr wichtig ist, gilt als schwierig. Das liegt daran, dass in der Frühphase der Erkrankung nur schwer zwischen chronisch-entzündlichen und tumorbedingten Beschwerden unterschieden werden kann. Hinzu kommen erhebliche Belastungen für die Patienten durch die Untersuchungsmethoden, wie z.B. röntgenologische Verfahren mit ihrer Strahlenbelastung oder Spiegelungen der Atemwege durch eine Bronchoskopie.

Nun gibt es zu diesen Methoden eine Alternative: Die Erfassung von spezifischen Proteinbiomarkern für das Bronchialkarzinom im Atemkondensat. Diese Methode wurde in den letzten Jahren von Wissenschaftlern des Universitätsklinikums Leipzig (Arbeitsgruppen von Prof. Dr. Hubert Wirtz und Prof. Dr. Ulrich Sack) und des Fraunhofer-Instituts für Zelltherapie und Immunologie (IZI) Leipzig (Arbeitsgruppe von Dr. Jörg Lehmann) entwickelt und soll  nun im Rahmen eines vom BMWF geförderten Projektes mit 1,3 Mio€ gefördert werden. Ziel ist es, die neue Methode in eine technisch-innovative Lösung zu überführen. Innerhalb von zwei Jahren soll eine Geräte-Plattform für die labordiagnostische Routineanwendung der Methode in Kooperation mit den beiden regionalen Unternehmen Compart Umwelttechnik Weißenfels und GESA Automation Teuchern entwickelt werden und ein Prototyp vorliegen. "Nach erfolgreicher Herstellung des Prototyps, wird dieser in einer klinischen Studie validiert und von den beteiligten Unternehmen zur Serienreife weiterentwickelt", so Dr. Jörg Lehmann, Leiter der Arbeitsgruppe Zelltechnik/GLP vom Fraunhofer IZI.

 

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