Konferenz 20 Jahre Aufbau Ost in Forschung und Innovation mit Ehrung von Prof. Simons
Am 28.9. fand in Berlin die Konferenz "20 Jahre Aufbau Ost in Forschung und Innovation" statt. Bundesforschungsministerin Annette Schavan stellte zu diesem Anlass den "Innovationsatlas Ost 2010 – ideenreich.zukunftssicher" vor.
Mehr als 500 hochkarätige Teilnehmer aus Politik und Wissenschaft kamen zur Konferenz, um die Entwicklung der ostdeutschen Forschungs- und Innovationslandschaft in den letzten zwei Jahrzehnten aus verschiedenen Blickwinkeln und persönlichen Erfahrungen heraus zu diskutieren. Unter den 24 geehrten Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Forschung, Innovation und Bildung, die an diesem Abend für ihre herausragenden Leistungen für den Aufbau Ost geehrt wurden, war auch Prof. Kai Simons, Direktor des Max-Planck-Instituts für Molekulare Zellbiologie und Genetik in Dresden. Im Jahr 2001 kam er aus Heidelberg nach Dresden und war maßgeblich daran beteiligt, fast aus dem Nichts heraus ein Biotech-Netzwerk (damals BioMeT) in Sachsen aufzubauen. Heute hat sich Dresden als eine starke Biotechnologie-Region etabliert.
Bundesforschungsministerin Annette Schavan stellte zu dieser Gelegenheit den "Innovationsatlas Ost 2010 – ideenreich.zukunftssicher" vor. Es ist ein einzigartiger Überblick über Forschung und Entwicklung in den Neuen Ländern. Auf 450 Seiten präsentiert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Daten und Fakten zum Innovationsstandort Ost – von der Bevölkerungsdichte über die Export- und Abiturientenquote bis hin zu Drittmitteleinahmen der Hochschulen. Darüber hinaus bietet der Atlas eine facettenreiche Sammlung spannender Innovationsprojekte, wie sie nur in den Regionen der Neuen Länder zu realisieren waren. "Die wirtschaftliche Zukunft unseres Landes hängt entscheidend von der Innovationskraft Ostdeutschlands ab. Deshalb sind 20 Jahre Deutsche Einheit ein guter Anlass, Bilanz zu ziehen und die Weichen für die Zukunft Ost zu stellen", sagte Bundesforschungsministerin Schavan in Berlin.
Die Stärken der Neuen Länder liegen in ihren Regionen. Dort gibt es eine sehr gute Vernetzung von Hochschulen, Forschungsinstitutionen und Unternehmen, insbesondere in innovativen Branchen wie der Optoelektronik, dem Maschinen- und Anlagenbau, der Gesundheitswirtschaft und der Biotechnologie. Dabei spielen Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU) eine bedeutende Rolle. Sie forschen häufiger, mehr und konstanter als vergleichbare Firmen im Westen und vernetzen sich stärker. In manchen ostdeutschen Ländern leisten sie mehr als die Hälfte der Forschungsausgaben der Wirtschaft, während der Wert in den westlichen Ländern nur bei etwa sieben Prozent liegt.
Quellen: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Pressemitteilung 167/2010 vom 28.9.10, Begleitbroschüre zur Ausstellung „ideenreich. zukunftssicher – 2010 +“, http://www.bmbf.de/de/15234.php
