Leibniz-Preis 2011 für Dresdner Biologen Anthony A. Hyman
Anthony A. Hyman, Forschungsgruppenleiter und Direktor am MPI-CBG, hat den Leibniz-Preis 2011 der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) verliehen bekommen. Die insgesamt zehn Preisträger des wichtigsten Forschungsförderpreises in Deutschland waren zuvor vom zuständigen Nominierungsausschuss aus 152 Vorschlägen ausgewählt worden. Sie erhalten je ein Preisgeld von 2,5 Millionen Euro, das bis zu 7 Jahren für die wissenschaftliche Arbeit verwendet werden kann.
Anthony A. Hyman gilt als einer der weltweit führenden Zellbiologen. Seine Forschungen an der Nahtstelle zwischen der Zellbiologie und der Entwicklungsbiologie gehen vor allem der Frage nach, welche Rolle die sogenannten Mikrotubuli bei der Zellteilung spielen. Als eine Art dynamische „molekulare Maschine“ steuern diese Komponenten des Zytoskeletts, wie sich die Bestandteile einer Zelle auf die beiden Tochterzellen verteilen. Zur Erforschung des Mikrotubuli-Zytoskeletts entwickelte Hyman eine ganze Reihe neuartiger insbesondere physikalischer und genomischer Methoden, so etwa im Bereich der Laser-Mikrochirurgie. Des Weiteren identifizierte er mit Hilfe der Videomikroskopie und Hochdurchsatzverfahren Hunderte von Genen, die in der Zellteilung Defekte auslösen. "Mit seinen Erkenntnissen trug Hyman wesentlich zum besseren Verständnis der Zellteilung bei, die einer der fundamentalsten und komplexesten Prozesse in biologischen Systemen ist. Zugleich leistete er wichtige Impulse zur Weiterentwicklung der Zellbiologie und zur Entwicklung der Systembiologie", so die DFG.
Der Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis wird seit 1986 jährlich von der DFG verliehen. Die Preisverleihung wird am 16. März 2011, 15.00 Uhr, in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften in Berlin, stattfinden.
