Mehr Geld für die Leibniz-Gemeinschaft
Auf Ihrer Sitzung am 25,10. hat die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) das interne Wettbewerbsverfahren der Leibniz-Gemeinschaft um die Gelder aus dem Pakt für Forschung und Innovation verlängert und finanziell aufgestockt. Außerdem sollen 2011 zwei neue Institute in die Gemeinschaft aufgenommen werden. Im kommenden Jahr verfügen die dann 87 Leibniz-Institute über eine institutionelle Förderung von insgesamt 930 Mio. Euro.
Berlin – „Ein guter Tag für Leibniz“, so kommentiert der Präsident der Leibniz-Gemeinschaft Karl Ulrich Mayer die Beschlüsse der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) zu den Institutshaushalten und zum Pakt für Forschung und Innovation. Die GWK hat die Mittel für die Leibniz-Einrichtungen in Höhe von insgesamt 930 Millionen Euro beschlossen; darin enthalten sind 64 Millionen Euro für große Baumaßnahmen sowie rund 8 Millionen Euro für das Georg-Eckart-Institut für Internationale Schulbuchforschung in Braunschweig und das Institut für umweltmedizinische Forschung in Düsseldorf. Die beiden Institute werden ab 2011 in die gemeinsame Bund-Länder-Förderung aufgenommen; bereits jetzt schon sind sie assoziierte Mitglieder der Leibniz-Gemeinschaft.
„Von besonderer Bedeutung für uns ist das interne Wettbewerbsverfahren, das mit den GWK-Beschlüssen jetzt vollständig in unsere Hände gelegt wurde“, sagt Karl Ulrich Mayer weiter. Mit diesem Verfahren verteilt die Leibniz-Gemeinschaft künftig Projektmittel an ihre Mitglieder. „Wie bei dem turnusgemäßen Evaluierungsverfahren aller Institute auch setzen wir dabei auf Begutachtungen durch strikt unabhängige, externe Experten“, unterstreicht Mayer. Zunächst enthält der Leibniz-interne Fördertopf 12 Millionen Euro. Wegen der in der Regel dreijährigen Laufzeit der Projekte wird das Finanzvolumen auf insgesamt 32 Millionen Euro anwachsen. Ein Teil der jährlichen Wettbewerbsmittel aus dem Pakt für Forschung und Innovation ist reserviert für den „Impulsfonds“, aus dem das Präsidium der Leibniz-Gemeinschaft strategische Vorhaben unterstützen wird. Es handelt sich dabei um 2 Millionen Euro. Mayer: „Ich sehe diese Entwicklung als großen Vertrauensbeweis seitens der Länder und des Bundes.“
In Sachsen gibt es derzeit sieben Institute der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz, welche die Forschungslandschaft im Freistaat entscheidend prägen.
Quelle: Pressmitteilung 14/2010 der Lebniz-Gemeinschaft
