OpenAIRE: offener Zugang zu EU-Forschung
Forscher, Unternehmen und Bürger in der EU erhalten durch das Pilotprojekt OpenAIRE (Open Access Infrastructure for Research in Europe), das die Kommission am 2. Dezember an der Universität Gent in Belgien gestartet hat, freien und offenen Zugang zu den Unterlagen von Forschungsprojekten, die mit EU-Mitteln finanziert wurden. Mit OpenAIRE wird ein Netz offener Archive geschaffen, die freien Online-Zugang zu den Kenntnissen ermöglichen, die von Wissenschaftlern erarbeitet wurden, die mit Mitteln des Siebten Rahmenprogramms (RP7) und des Europäischen Forschungsrats (ERC) gefördert wurden – insbesondere in den Bereichen Gesundheit, Energie, Umwelt, Informations- und Kommunikationstechnologie, Forschungsinfrastrukturen sowie Sozial- und Geisteswissenschaften. Dies ist ein wichtiger Schritt zur Gewährleistung eines uneingeschränkten, offenen Zugangs zu wissenschaftlichen Unterlagen, der es beispielsweise Patienten mit seltenen Krankheiten ermöglichen würde, sich über die neuesten medizinischen Forschungen zu informieren, oder Wissenschaftlern, in Realzeit den neuesten Stand der Arbeiten in ihrem Forschungsbereich abzurufen. Die Weiterentwicklung der Forschungsinfrastrukturen und e-Infrastrukturen, unter anderem derjenigen für die Ergebnisse wissenschaftlicher Forschung, gehört auch im Hinblick auf die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit Europas zu den Prioritäten sowohl der Digitalen Agenda für Europa als auch der Initiative „Innovationsunion“.
Neelie Kroes, die für die Digitale Agenda zuständige Vizepräsidentin der Kommission, sagte hierzu: „Der Start von OpenAIRE ist ein sehr konkreter Schritt zur Teilhabe an den Ergebnissen von Forschungsprojekten, die mit EU-Mitteln gefördert wurden, und ist in unser aller Interesse. Durch wissenschaftliche Erkenntnisse kann sich unser Leben zum Besseren verändern – sie sind zu wertvoll, um sie unter Verschluss zuhalten. Außerdem hat jeder EU-Bürger das Recht, auf Erkenntnisse zuzugreifen und sie zu nutzen, die mit Hilfe öffentlicher Gelder gewonnen wurden.“
Quelle: Pressemitteilung von Europa RAPID vom 2.12.10
